Nachruf Ehrenringträger Altbürgermeister Johann Manfred Maier
- Joachim Schnabel
- 3. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Die Volkspartei Lang trauert um ihren Ehrenringträger, Altbürgermeister Johann Manfred Maier, der am 5. Dezember 2025 kurz vor seinem 78. Geburtstag nach langer Krankheit verstorben ist. Mit ihm verlieren wir einen überzeugten Volksparteiler und einen Menschen, der Verantwortung stets als Auftrag verstand.
Johann Maier wuchs unter wechselvollen Bedingungen auf und brachte aus seiner beruflichen Tätigkeit in Deutschland früh Weltoffenheit und wirtschaftliches Verständnis mit. In den 1980er-Jahren übersiedelte er mit seiner Familie nach Lang – eine Entscheidung, die für ihn persönlich wie auch für die Gemeinde von nachhaltiger Bedeutung war.
Sein kommunalpolitisches Wirken begann 1990 als Gemeinderat der ÖVP. In dieser Funktion war er unter anderem im Müll- und Umweltausschuss tätig und als Büchereivertreter engagiert. Bereits 1993 wurde er zum Vizebürgermeister gewählt und bildete über viele Jahre hinweg mit Bürgermeister Johann Lipp ein erfolgreiches Führungsteam.

In dieser Zeit wurden zahlreiche zukunftsweisende Projekte umgesetzt, darunter der Bau des Altstoffsammelzentrums, umfangreiche Kanal- und Kläranlagenprojekte, der Rüsthausbau, der Radweg Hengsberg–Stangersdorf Richtung Lebring sowie die Planung und der Umbau des Amtshauses. Diese Investitionen prägen die Gemeinde Lang bis heute.
Von Jänner 2018 bis Jänner 2020 trug Johann Maier als Bürgermeister die Gesamtverantwortung für die Gemeinde. In der wirtschaftlich herausfordernden Phase der weltweiten Finanzkriese lag sein Schwerpunkt auf der Stabilisierung des Gemeindehaushalts. Gleichzeitig setzte er wichtige Akzente in der Infrastruktur, etwa mit der thermischen Sanierung der Volksschule Lang, die rasch und entschlossen umgesetzt wurde.

Weitere bedeutende Projekte seiner Amtszeit waren die Neugestaltung des Vorplatzes im Ortszentrum, Kanalbauarbeiten in Schirka und Dexenberg sowie die Sanierung der Schönbergstraße. Ein besonderes Anliegen war ihm stets die überregionale Zusammenarbeit. Als Mitbegründer der Kleinregion Hengist trug er wesentlich zur interkommunalen Kooperation bei. Ebenso engagierte er sich erfolgreich für den Erhalt des Naherholungsraumes Buchkogel durch die Verhinderung eines geplanten Steinbruchs.

Große Bedeutung hatte für ihn auch der Wasserverband Laßnitz. Über viele Jahre vertrat er die Gemeinde in Fragen der Laßnitzregulierung und übernahm bis 2020 die Funktion des Kassiers. Durch sein wirtschaftliches Know-how und sein Verhandlungsgeschick konnten für die beteiligten Gemeinden nachhaltige finanzielle Lösungen erzielt werden, die weitere Infrastrukturmaßnahmen ermöglichten.

Neben seinem politischen Wirken stellte Johann Maier seine Expertise auch der Raiffeisenbank Wildon–Lebring (heute Raiffeisenbank Gleinstätten–Leutschach–Wildon) zur Verfügung. Von 1993 bis 2009 war er Mitglied des Aufsichtsrates, von 2009 bis 2013 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Für sein langjähriges, umsichtiges Engagement wurde ihm die bronzene Raiffeisennadel verliehen. Zudem war er als Bauernbundobmann von Lang ein engagierter Vertreter bäuerlicher Anliegen.
Für seine besonderen Verdienste um die Gemeinde Lang wurden Johann Maier der Ehrenring sowie die Goldene Verdienstmedaille mit Silbernem Lorbeerkranz verliehen. Diese Auszeichnungen spiegeln die hohe Wertschätzung wider, die er sich über Jahrzehnte hinweg erworben hat.
Die Österreichische Volkspartei Lang verneigt sich in Dankbarkeit vor einem Menschen, der politische Verantwortung gelebt hat – ruhig, konsequent und immer mit Blick auf das Ganze.



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